Mar 122012
 

Deutschland hat mit Social Media sehr spät angefangen, einige Jahre nach den USA. Das hat sich auf den letzten zwei großen deutschen Messen der CeBit 2012 in Hannover (größte Computer Messe der Welt) und der ITB in Berlin (Weltweit größte Tourismus Messe) wieder gezeigt. Beide Messen sind letzte Woche zu Ende gegangen. Wir waren da – auf der Suche nach Social Media.

Ankündigung einer Messe über die Social Media Kanäle
Die Möglichkeiten anzukündigen, dass ein Unternehmen auf einer Messe anzutreffen ist:

  • Auf der Unternehmenswebseite
  • Auf Facebook
    • als Post
    • als Event
    • auf dem Willkommenstab
    • auf dem Kopfbild der Chronik
    • in einem extra Tab
    • In firmeneigenen Facebook Gruppen
  • Auf LinkedIn und Xing
    • als Statusmedung
    • als Veranstaltung
  • Auf Twitter
    • außerdem Bekanntgabe des Twitter Hashtags in allen Online Publikationen
  • Im Firmenblog
  • Im Firmen Newsletter

Die meisten deutschen Firmen haben es bei einer Ankündigung auf der eigenen Webseite und einem oder zwei Sätzen bei Facebook belassen.
Einige haben extra Newsletter versendet, davon leider sehr viele ungefragt als Spam.

Während der Messe

Während einer Messe wird in den USA getwittert bis das Smartphone glüht. Fotos werden auf Facebook hochgeladen und über Twitter verbreitet. Am Ende gibt es häufig eine Fotosammlung der Messe auf Flickr und ein Messevideo auf YouTube. Wird ein Vortrag gehalten findet man die Präsentation auf Slideshare.

Der Fan des Unternehmens wir auf dem laufenden gehalten.

USA 2009/2010 Deutschland 2012
Auf dem Messestand findet man QR Codes, die die Besucher auf die firmeneigenen Facebook und Twitter Kanäle führen. Auf dem Messestand findet man QR Codes – die auf Informationsmaterial oder die Firmenwebseite verweisen
Auf facebook Places, Google Places, Foursquare usw. kann man auf dem Messestand einchecken
(Meldung ich war hier an alle Freunde und Follower)
Man kann auf der Messe einchecken
Auf den Messe T-Shirts wird die Twitter oder Facebook Seite genannt Auf den Messe T-Shirts steht das Unternehmenslogo
Auf den Giveaways wird die Twitter oder Facebook Seite genannt Auf den Giveaways steht der Firmenname und vielleicht die URL
Neben den Produktprospekten liegt die Social Media Policy des Unternehmens aus  -
In allen Produktprospekten wird die Twitter oder Facebook Seite genannt  In wenigen Produktprospekten findet man Facebook oder Twitter
Größere Unternehmen im B2C Bereich bieten Online Umfragen auf der Messe an, bei denen der Nutzer die Facebook Seite “liken” muss. Die USA auf der ITB bietet Online Umfragen auf der Messe an, bei denen der Nutzer die Facebook Seite “liken” muss.
Viele Visitenkarten enthalten Twitter und Facebook Die Visitenkarten vieler Social Media Berater enthalten Twitter und Facebook

 

Nach der Messe

In den USA Bedanken bei allen Besuchern über Twitter und Facecook. Aufnahme einer Kundenbeziehung. Weitere Berichterstattung mit Messefazit auf den Social Media Kanälen.

In Deutschland ist es noch unüblich mit den Followern direkt Kontakt aufzunehmen. Einige Social Media Berater machen das schon.

Vergleich USA Deutschland

In den USA wird Social Media als das ideale Sammelbecken aller Kontakte gesehen. Hier kann man auch mit den Besuchern in Kontakt bleiben, die keine Visitenkarte abgegeben, sondern nur kurz auf dem Messestand vorbeigeschaut haben.

Der von einem Unternehmen bevorzugten Social Media Kanal steht klar im Vordergrund. Die Unternehmenswebseite tritt in den Hintergrund. Auf den Giveaways wie Kugelschreibern usw. steht der Social Media Kanal – das Sammelbecken der Interessenten.

Auf die Firmenwebseite schauen die Besucher einmal und gehen dann wieder. Sie wissen nicht wer der Besucher war und Sie haben wenig Möglichkeiten den Kontakt zu einem Webseitenbesucher zu halten.

In den Social Media Kanälen lesen die Besucher die weiteren Botschaften Ihres Unternehmens. Ein Unternehmen für das sich diese Nutzer interessieren, denn sie waren auf der Fachmesse und sie waren auf Ihrem Messestand.

Der von einem Unternehmen bevorzugte Social Media Kanal steht in den USA klar im Vordergrund. Die Unternehmenswebseite tritt in den Hintergrund. Auf den Giveaways wie Kugelschreibern usw. und auf den Visitenkarten steht der Social Media Kanal – das Sammelbecken der Interessenten für den dauerhaften Kontakt.

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